Ernst-Hans Regatta 2012

Erfolgreiches Ende der Babypause- Peter Balczuweit und Britta Grimmel sind Clubmeister

Die Ernst-Hans Regatta 2012 entpuppte sich als (fast) Clubregatta, da die auswärtigen Teilnehmer in überschaubarer Zahl angereist waren. Das hielt die teilnehmenden Boote nicht davon ab, um jeden Zentimeter zu kämpfen. Insbesondere die Teams Bartelheimer/Stuffer und Balcuweit/Grimmel klebten förmlich aneinander und lediglich ein Schlenker in die verkehrte Richtung kurz vor dem Ziel der vorletzten Wettfahrt verhinderte für Wolf die Verteidigung seines Titels. Aber wie war das noch: am Ende entscheidet neben dem Speed die Fehlerquote. Und offensichtlich hat die mehrjährige Tiger- Abstinenz der jungen Familie auch seglerisch nicht geschadet, so dass Katrin Santiago und Tom König auf der Viper das Nachsehen hatten und auf Platz drei landeten. Das übrige Teilnehmerfeld kämpfte wacker, löste jedoch teilweise zu viele Tickets für das Parkhaus oder kapitulierte vor Materialschäden. Das bei den typischen Ammersee-Bedingungen dennoch alle Teilnehmer auf dem teilweise spiegelglatten Wasser ausharrten, zeugt von der ausgeprägten Nervenstärke der SCIA Clubmitglieder.

Bei den Jollen zeigte mit Jörn Thöne ein Auswärtiger den Einheimischen, wie auf dem Ammersee bei böigen, drehenden und einschlafenden Winden taktisch gesegelt wird. Er beherrschte nicht nur seinen Seggerling und das Jollenfeld, sondern scheuchte sogar einige U20 Kielboote vor sich her. Der lokale Seggerling Matador Andreas Schiebel hatte diesem segerischen Können kaum etwas entgegenzusetzen. Dieser Trend bestätigte sich auch bei den Kielbooten, bei denen die ersten beiden Plätze ebenfalls an Vertreter auswärtiger Clubs gingen. Julia und Christian Grobmüller fuhren hier den Sieg vor Wolfram und Alexander Hüfner ein.

Am Sonntag reduzierte sich das Teilnehmerfeld 4 U20 Boote, die von zwei Seggerlings und Katrin Santiago auf Open Bic begleitet wurden. In diesem überschaubaren Feld setzte sich Jens Langenbrinck vor Parkin Borsum und Volker Schütz durch.

Gegenüber den Vorjahren hatte die Wettfahrtleitung heuer ein Experiment gewagt und die Regatta nicht als Mittelstrecke, sondern als klassischen Wettkampf mit mehreren Kurzwettfahrten ausgeschrieben. Die Teilnehmer haben dieses Konzept nicht nur unterstützt, sondern sich für eine volle zweitägige Veranstaltung in 2013 ausgesprochen. Bleibt zu hoffen, dass der Sportwart die Bitte erhört.

Tom König