Internationale Wies´n-Regatta 2017

Nach dem verregneten Auftakt-Wochenende nun perfektes Wies´n-Wetter. Schön für Biergartenbesucher und Eisdielenbesitzer. Dem gemeinen Regattasegler fehlen aber bei dieser Wetterlage alle Grundlagen des Vortriebs, nämlich der Wind. Trotz der eher bescheidenen Prognosen kamen dann aber doch fast 40 Katamarane in den SCIA, eine beeindruckende Leistungsschau der verschiedensten Konstruktionen. Die vielen bunten Segeln der Hobie 14 und 16 und gleich daneben die riesigen Laminatsegel der Formula 16 /18 und der Topcats. Ohne Wind hängt aber auch das leistungsfähigste Kohlefasersegel traurig vom Mast. Hochbetrieb dagegen in der Küche. Der Küchenchef Karl und sein fleißiges Team werkten unermüdlich um Gäste und Helfer optimal zu versorgen. Da der Maestro nicht nur den Kochlöffel schwingen kann, sondern als gelernter Bäckermeister immer wieder mal unsere Küche in eine Backstube verwandelt, servierte er erst mal köstliche, frisch gebackene Rohrnudeln. Zu Mittag gab´s dann Tortellini und anschließend Kaffee und Kuchen oder das typische bayerische Kaltgetränk, je nach Laune.

Gegen 14:30 Uhr hatte die beschaulich kulinarische Runde aber ein jähes Ende, die Wettfahrtleitung verbreitete Unruhe und begann einen Kurs aufzubauen. Kaum war dieser gelegt, war auch wie von Geisterhand herbeigezaubert, segelbarer Wind vorhanden. Man kennt halt seinen See. Die Segelteams tauschten zwischenzeitlich in Rekordzeit ihre legere Freizeitkleidung gegen Neoprenanzüge und die erste Wettfahrt konnte mit drei Startgruppen beginnen. Der Wind hielt durch, wurde sogar etwas stärker und da für Sonntag nicht mit segelbaren Bedingungen zu rechnen war, wurde bis in den späten Abend hinein gestartet. Letztendlich waren vier Wettfahrten abgehakt, wer hätte das noch am Nachmittag gedacht?

Noch während der letzten Wettfahrt verbreiteten sich leichte Rauchschwaden über dem See, ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Grillsau am Spieß fertig durchgebraten ist. Die Segler ließen sich dann auch nicht lange bitten und nicht wenige hockten noch bis spät in die Nacht auf der Terrasse. Dass dabei die Biervorräte im Club bedenklich zur Neige gingen ist aber sicherlich nur ein Gerücht.

Da sich am Sonntag kein verwertbares Lüftchen mehr regte, wurde gegen Mittag die Startbereitschaft aufgehoben und die Siegerehrung durchgeführt. Das Küchenteam verabschiedete die Teilnehmer mit frisch herausgebackenen Krapfen, ein willkommener Genuss um eine lange Autobahnfahrt erträglich zu machen.

 Fazit: Ein angenehmes Wochenende mit netten Segelgästen, wir hoffen diese sehen dies ebenso.

 Albert Fuchs SCIA

 

alle Bilder: Matthias von Sohlern